Wie richtig abnehmen?
Die Erkenntnis ist da, ein paar Pfunde müssen purzeln. Zahlreiche Diäten, welche das Wunschgewicht in kürzester Zeit versprechen, gibt es viele. Über einen gewissen Zeitraum verzichten wir auf Lebensmittel, welche uns den Alltag buchstäblich versüßen. Der temporäre Erfolg ist auch erkennbar, denn mit Diäten lassen sich schnell mal ein paar Kilos abnehmen. Die anschließende Ernährungsumstellung ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil, um den unerwünschten JoJo-Effekt zu vermeiden und dauerhaft die Traumfigur zu halten.
Weniger Kohlenhydrate bei mangelnder Bewegung
Wir alle wissen, dass Sport der Schlüssel zum Erfolg ist. Um abnehmen zu können, empfiehlt es sich daher zwei- bis dreimal die Woche Sport zu treiben, um überflüssige Kalorien zu verbrennen. Ein stressbehafteter Alltag und ein chronischer Zeitmangel, hindert jedoch oft daran, sich sportlichen Aktivitäten zu widmen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Kohlenhydrate bei der täglichen Nahrungsaufnahme einzusparen. Nur wer sich ausreichend bewegt, ist in der Lage die aufgenommen Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln, um diese anschließend zu verbrennen. Die Low Carb Ernährung entwickelt sich dabei immer mehr zum Trend. Der Verzicht auf Kohlenhydrate umfasst nicht nur die Umstellung der Essgewohnheiten, sondern dient gleichzeitig als Lebenseinstellung und sogar als Philosophie. Mit dem Verzicht auf Kohlenhydrate, wird der Lebensmittelkonsum zwar eingeschränkt, jedoch sind weitaus weniger Lebensmittel tabu, als beispielsweise bei einer Trennkost-Diät.
Die Ketose – ein umfangreiches Ernährungsprogramm
Die bekannteste Ausführung der Low Carb Ernährung, ist die Atkins Diät. Der Erfinder Robert Atkins, entwickelte das Programm als dauerhafte Ernährungsumstellung, bei der auf Kohlenhydrate verzichtet wird, und mit der primären Aufnahme von Fetten und tierischem Eiweiß, der Körper förmlich dazu gezwungen wird, diese Stoffe in Keton-Körper für die Energiegewinnung umzuwandeln. Wer abnehmen möchte und sich für das lebenslange Atkins-Programm entscheidet, sollte den Kauf eines der zahlreichen Bücher in Betracht ziehen. Die Atkins-Diät erlaubt zwar viele fetthaltige und salzige Lebensmittel, deren Aufnahme ist jedoch an eine tägliche Rechnerei gebunden, weshalb das Programm mittels Buch erst einmal erlernt und verstanden werden will.
Dauerhafte Ernährungsumstellung als Schlüssel zum Erfolg
Die Low Carb Ernährung breitet sich auch immer mehr auf das Angebot im Supermarkt aus. Zahlreiche Backmischungen für kohlehydratarmes Brot, Pizzateig und sogar Muffins, sind immer häufiger in den Regalen zu finden. Im Internet finden sich zahlreiche Rezepte, wie mit der Low Carb Ernährung täglich viele Kohlenhydrate eingespart werden können. Zum Beispiel mit Pizzateig aus geriebenen Blumenkohlröschen, Kartoffelsalat aus Steckrüben, oder Muffins aus Ei und Kaffee. Das wir mit dem Verzicht auf Kohlenhydrate, welche sich hauptsächlich in Form von Zucker in fast allen Lebensmitteln verstecken, besser abnehmen können, dürfte mittlerweile bekannt sein. Auch Nudeln, Reis, Kartoffeln, und Brot zählen zu den kohlehydrathaltigen Dickmachern, welche als Grundnahrungsmittel gelten. Erlaubt sind jedoch: Wurst, Käse, Fleisch, Fisch, Eier und sämtliche Milchprodukte ohne zugefügtem Zucker. Wer sich dauerhaft daran hält, kann mit den tierischen Eiweißen, Fetten und Proteinen erfolgreich abnehmen.
Dickmacher Glutamat?
Ob Tütensuppe, Tiefkühlpizza oder Knabbermischung: Kaum ein Fertiggericht kommt ohne Glutamat aus. Auch in Hamburgern, Würzmischungen, Soßen, Dressings und Wurst wird der Geschmacksverstärker häufig verarbeitet. Glutamat verleiht Speisen einen besonders intensiven und herzhaften Geschmack. Was harmlos klingt, könnte fatal sein. Glutamat steigert den Appetit und damit das Gewicht und unterdrückt daneben ein für die Fettverbrennung zuständiges Hormon. Das glaubt eine Forschungsgruppe der Universitäten Kiel und Madrid in Versuchen herausgefunden zu haben. Der Kieler Professor Michael Hermanussen stellt deshalb eine neue These auf: "Viele dicke Menschen haben offensichtlich ein Glutamatproblem.
"Umami"-Geschmack macht Lust auf mehr
Ist Glutamat also mitverantwortlich für immer mehr übergewichtige Menschen in den westlichen Industrienationen? Hermanussen meint ja: "Fettsucht ist eine Folge des immer weiter wachsenden Glutamat-Überangebots." Dagegen ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) der Ansicht, dass die Glutamataufnahme über die Nahrung, insbesondere bei rationeller Verwendung von Glutamat zur Würzung, unbedenklich ist.
Als Zusatz in Lebensmitteln erlaubt
Seit Mitte der siebziger Jahre hat sich der weltweite Verbrauch des Würzmittels fast versechsfacht. Glutamat wird zwar als Geschmacksverstärker bezeichnet, doch im Grunde ist es eine eigene Geschmacksrichtung neben süß, sauer, salzig und bitter. Der Geschmack wird als "umami" bezeichnet, was im japanischen "köstlich" bedeutet. Von der EU sind sechs Glutamatsäureverbindungen als Lebensmittelzusätze erlaubt. Der häufigste ist Mononatriumglutamat. Die Geschmacksverstärker müssen auf den Verpackungen mit den E-Nummern 620 bis 625 gekennzeichnet sein.
Große Mengen in Fertiggerichten
Von einigen Lebensmitteln wie Käse, Tomaten oder Hühnerfleisch ist Glutamat natürlicher Bestandteil. Doch die Fertigessen-Industrie setzt den Geschmack künstlich in großen Mengen zu. In Tierversuchen wollten die Forscher aus Kiel und Madrid nun herausfinden, warum Glutamat den Appetit anregt. "Bei Ratten, deren Appetitregulation der menschlichen ähnelt, kann man definitiv sagen, dass glutamatreiche Kost die Gefräßigkeit fördert", berichtet Hermanussen. "Wir geben den Ratten Glutamat, dann fangen sie an zu fressen. Danach bekommen sie einen Rezeptorenblocker, der die Wirkung des Glutamats an der Nervenzelle im Gehirn unterbindet und sie hören sofort auf zu fressen."
Ernährungsforschung beurteilt Glutamat unterschiedlich
Bislang geht die Mehrzahl der Wissenschaftler davon aus, dass Glutamat überhaupt nicht ins Gehirn gelangen kann. Bei normaler Ernährung sei bei gesunden Menschen kein schädigender Einfluss zu erwarten, erklärt die DGE. Selbst glutaminsäurereiche Ernährung habe keinen Einfluss auf die Glutamatkonzentrationen im Gehirn. Das sieht auch die Weltgesundheitsorganisation WHO so. Der Glutamat-Versuch funktioniert allerdings nicht nur bei Tieren, sondern indirekt auch bei Menschen. "Wir haben stark übergewichtigen Menschen den Glutamatrezeptorenblocker gegeben", so Professor Hermanussen. "Innerhalb von Stunden ließ ihr Essdrang nach und in der Folge nahmen sie ab."
Einfluss auf Fettverbrennungs-Hormon
Nicht das einzige Ergebnis der Arbeit der Kieler Forscher. Sie stellen noch eine weitere These auf: In einer Studie fanden sie heraus, dass Glutamat das Wachstumshormon Somatropin, das auch Einfluss auf die Fettverbrennung hat, unterdrückt. Ein Vergleich mit statistischen Daten ergab, dass krankhaft übergewichtige Menschen im Durchschnitt kleiner sind als Normalgewichtige. Hermanussen zieht aus den Erkenntnissen den Schluss, dass Mengen, die nur wenig über denen liegen, die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen "den Hang zum weltweit verbreiteten Übergewicht fördern."
Welche Diät hilft Frauen wirklich beim Abnehmen?
Schätzungen zufolge beschäftigen sich mehr als die Hälfte aller Frauen mehr oder weniger oft mit dem Gedanken abzunehmen. Leider hilft Denken beim realen Verlust überflüssiger Pfunde nur unwesentlich. Andere Methoden sind gefragt. Aber welche sind wirklich effektiv und schaden weder Psyche noch der Gesundheit?
Grundsätzlich sollte Frau die Finger von jeglichen Schlankheitspillen und oftmals äußerst werbewirksam angepriesenen Wundermittelchen lassen. Diätpillen wirken stark entwässernd, was vielleicht einen gewissen Gewichtsverlust vorgaukelt, in Wirklichkeit jedoch nur ein übermäßiges Ausscheiden von Zellflüssigkeit darstellt. Fett geht nicht verloren, allerdings können die Nieren langfristig Schaden nehmen.
Wer wirklich gesund und langfristig abnehmen möchte, sollte sein Vorhaben gründlich planen und sich umfassend informieren. Zuerst gilt es, den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen. Es hilft nämlich nicht, einfach weniger zu essen, denn nach solch einer “Diät” nimmt man automatisch wieder zu. Eine grundlegende und dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und die Änderung des täglichen Speiseplanes sind für dauerhaften Erfolg unumgänglich. Eines ist sicher: Nur wenn der Körper mehr Energie verbraucht, als ihm letztendlich durch die Nahrung zugeführt wird, wird er seine Fettdepots anzapfen. Ist das Traumgewicht letztendlich erreicht, hilft eine erlernte und vernünftige Ernährung, das Gewicht auch dauerhaft zu halten.
Wer sich bereits intensiv mit verschiedenen Diätkonzepten beschäftigt hat, ist bestimmt auch über die Begriffe LOGI bzw. Low Carb gestolpert. Obwohl mit diesen Bezeichnungen oft Diätkonzepte beschrieben werden, handelt es sich hierbei um eine echte Ernährungsumstellung zum Wohle der Gesundheit. Obst, Gemüse und fettarmes Fleisch, wertvolle Öle und Proteine bilden die Grundbestandteile der Nahrung. Fast Food und Süßigkeiten sind tabu, Kohlehydrate werden eher sparsam verzehrt. Studien haben bewiesen, dass sich durch diese Ernährung bei der überwiegenden Anzahl der Personen, die Blutfettwerte innerhalb kurzer Zeit verbessern und eine langsame, kontrollierte Gewichtsabnahme erfolgt. Man fand heraus, dass Kohlehydrate den Insulinspiegel relativ schnell ansteigen lassen, sodass sich innerhalb kurzer Zeit wieder Appetit bzw. Hunger einstellt. Außerdem begünstigt eine hohe “glykämische Last” die Einlagerung von Fett.
Obst, Salate, Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Käse und Eier sorgen für einen relativ ausgeglichenen Insulinhaushalt und führen zu einem lang anhaltenden Sättigungsgefühl. Einen strengen Diätplan gibt es praktisch nicht. Allerdings ist eine umfassende Beratung durch den Arzt oder einen einen Personal Coach vor der endgültigen Ernährungsumstellung durchaus empfehlenswert. Meist wird hier auch etwas Blut abgenommen und im Hinblick auf die aktuellen Fettwerte untersucht. Die Ergebnisse ermöglichen relativ detaillierte Nahrungsmittelempfehlungen. Bei dauerhafter Befolgung der Grundregeln kennt LOGI keinen Jojo-Effekt! Allerdings ist schon eine Menge Disziplin notwendig, um ein Leben lang auf die gewohnten und oft auch sehr beliebten “Sättigungsbeilagen”, wie Nudeln, Brot oder Reis weitestgehend zu verzichten.
Abnehmen: Sport wirkt dreifach
München (netdoktor.de) – Wer sich mehr bewegt, nimmt besser ab. Nicht nur der erhöhte Kalorienverbrauch lässt die Fettpolster schmelzen, man weiß auch, dass Sport die Empfänglichkeit der Fettzellen für Leptin erhöht, ein Hormon, das die Fettverbrennung anstuppst. Nun haben US-Forscher noch einen dritten Mechanismus gefunden, über den körperliche Ertüchtigung das Abnehmen erleichtert: die Regulation von Darmhormonen. Diesen Zusammenhang stellten die Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen der Society for the Study of Ingestive Behavior (SSIB) vor.
Ratten, die viel Zeit in einem Laufrad verbracht hatten, zeigten nach einer herzhaften Mahlzeit beispielsweise erhöhte Werte von Amylin. Dieses Hormon stabilisiert den Blutzuckerspiegel und bremst die weiter Nahrungsaufnahme nach einer Mahlzeit. Die Wirkung des appetitfördernden Darmhormons Ghrelin hingegen verpuffte bei den trainierten Nagern nach der Mahlzeit schnell. Tatsächlich hörten die sportlichen Ratten deutlich schneller wieder auf zu fressen als ihre Artgenossen, die sich im Vorfeld des Experiments nur wenig bewegt hatten.
“Der positive Effekt von Sport auf das Körpergewicht hängt offenbar auch damit zusammen, dass Training die Darmhormone beeinflusst und damit die Nahrungsaufnahme”, folgert Studienautor Liang. Darüberhinaus würde durch regelmäßiges Training auch die Sensibilität für die Signale der verschiedenen Hormone dauerhaft erhöht. (cf)
Quelle: www.netdoktor.de
Letzte Kommentare