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Frohe Ostern allen Fans von Frauen-nehmen-ab.de

Der Osterhase

 

   Lange Ohren, Schnuppernase, so sieht er aus, der Osterhase.

 

   Gehst du im Frühling mal spazieren, kann es dir schon einmal passieren,

   dass da ein kleiner Hase sitzt und wachsam seine Ohren spitzt.

   Hat er 'nen Korb mit bunten Eiern, dann gibt es bald ein Fest zu feiern.

 

   Zuvor hat er noch viel zu tun und keine Zeit sich auszuruhn.

   Er muss die Eier gut verstecken, dabei darf man ihn nicht erschrecken.

 

   Drum geh schnell weiter, bleib nicht stehn, du hast ja schon genug gesehn.

 

   An Ostern denkst du voller Lust, denn du weißt, wo du suchen musst.

Welche Diät hilft Frauen wirklich beim Abnehmen?

Schätzungen zufolge beschäftigen sich mehr als die Hälfte aller Frauen mehr oder weniger oft mit dem Gedanken abzunehmen. Leider hilft Denken beim realen Verlust überflüssiger Pfunde nur unwesentlich. Andere Methoden sind gefragt. Aber welche sind wirklich effektiv und schaden weder Psyche noch der Gesundheit?

Grundsätzlich sollte Frau die Finger von jeglichen Schlankheitspillen und oftmals äußerst werbewirksam angepriesenen Wundermittelchen lassen. Diätpillen wirken stark entwässernd, was vielleicht einen gewissen Gewichtsverlust vorgaukelt, in Wirklichkeit jedoch nur ein übermäßiges Ausscheiden von Zellflüssigkeit darstellt. Fett geht nicht verloren, allerdings können die Nieren langfristig Schaden nehmen.

Wer wirklich gesund und langfristig abnehmen möchte, sollte sein Vorhaben gründlich planen und sich umfassend informieren. Zuerst gilt es, den Stoffwechsel ins Gleichgewicht zu bringen. Es hilft nämlich nicht, einfach weniger zu essen, denn nach solch einer “Diät” nimmt man automatisch wieder zu. Eine grundlegende und dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und die Änderung des täglichen Speiseplanes sind für dauerhaften Erfolg unumgänglich. Eines ist sicher: Nur wenn der Körper mehr Energie verbraucht, als ihm letztendlich durch die Nahrung zugeführt wird, wird er seine Fettdepots anzapfen. Ist das Traumgewicht letztendlich erreicht, hilft eine erlernte und vernünftige Ernährung, das Gewicht auch dauerhaft zu halten.

Wer sich bereits intensiv mit verschiedenen Diätkonzepten beschäftigt hat, ist bestimmt auch über die Begriffe LOGI bzw. Low Carb gestolpert. Obwohl mit diesen Bezeichnungen oft Diätkonzepte beschrieben werden, handelt es sich hierbei um eine echte Ernährungsumstellung zum Wohle der Gesundheit. Obst, Gemüse und fettarmes Fleisch, wertvolle Öle und Proteine bilden die Grundbestandteile der Nahrung. Fast Food und Süßigkeiten sind tabu, Kohlehydrate werden eher sparsam verzehrt. Studien haben bewiesen, dass sich durch diese Ernährung bei der überwiegenden Anzahl der Personen, die Blutfettwerte innerhalb kurzer Zeit verbessern und eine langsame, kontrollierte Gewichtsabnahme erfolgt. Man fand heraus, dass Kohlehydrate den Insulinspiegel relativ schnell ansteigen lassen, sodass sich innerhalb kurzer Zeit wieder Appetit bzw. Hunger einstellt. Außerdem begünstigt eine hohe “glykämische Last” die Einlagerung von Fett.

Obst, Salate, Gemüse, mageres Fleisch, Fisch, Käse und Eier sorgen für einen relativ ausgeglichenen Insulinhaushalt und führen zu einem lang anhaltenden Sättigungsgefühl. Einen strengen Diätplan gibt es praktisch nicht. Allerdings ist eine umfassende Beratung durch den Arzt oder einen einen  Personal Coach vor der endgültigen Ernährungsumstellung durchaus empfehlenswert. Meist wird hier auch etwas Blut abgenommen und im Hinblick auf die aktuellen Fettwerte untersucht. Die Ergebnisse ermöglichen relativ detaillierte Nahrungsmittelempfehlungen. Bei dauerhafter Befolgung der Grundregeln kennt LOGI keinen Jojo-Effekt! Allerdings ist schon eine Menge Disziplin notwendig, um ein Leben lang auf die gewohnten und oft auch sehr beliebten “Sättigungsbeilagen”, wie Nudeln, Brot oder Reis weitestgehend zu verzichten.

Mahlzeit – Krank vom essen

Ein sehr interessantes Video!

 

Die Pille zum Aufs-Brot-Schmieren

Unilever ist nicht der einzige Konzern, der Möchtegern-Medikamente zur Cholesterinsenkung vertreibt. Konkurrenz gibt es unter anderem von den Walter Rau Lebensmittelwerken (Deli Reform Active), Emmi (Benecol) und Danone (Danacol). Die Lebensmittelindustrie versucht sich mit diesen Produkten als Heilsbringer für eine Volkskrankheit zu inszenieren. Doch damit sendet sie das völlig falsche Signal, man solle mithilfe von Joghurt-Drinks und Margarine in Eigenregie an seinen Blutwerten herumregulieren. Wer krank ist, sollte zum Arzt gehen und nicht in den Supermarkt.+

Die Lebensmittelindustrie steht in Deutschland vor einem Wachstumsproblem: Der Großteil der Menschen hat genug zu essen – glücklicherweise. Der Markt ist im wahrsten Sinne des Wortes „gesättigt“. Daher reicht es für die Lebensmittelindustrie nicht mehr, einfach nur Essen zu verkaufen – die Marketing-Abteilungen sind zu (Schein-)Innovationen gezwungen. Sogenanntes Functional Food, Lebensmittel mit gesundheitlichem Zusatznutzen, sind Kind dieser Entwicklung. Und jene Lebensmittel, die „aktiv den Cholesterinspiegel senken“, gehören zu den Vorzeigeprodukten dieser Gattung. Hier teilen sich Unilever, Emmi, Danone und die Walter Rau Lebensmittelwerke den Großteil des Marktes auf. Mit Margarine und Joghurt-Drinks wollen sie vorgeblich eine Volkskrankheit heilen und lassen sich diese Gesundheitsleistung üppig bezahlen: Die Lebensmittel kosten teilweise mehr als sechs Mal so viel wie vergleichbare Produkte ohne „aktive“ Cholesterinsenker.

Doch all diese „Lebensmittel“ haben Folgendes gemein: Während die sogenannte Wirkung belegt sein mag, das „schlechte“ Cholesterin also durch den täglichen Verzehr unter Umständen gesenkt werden kann, fehlen bislang Belege dafür, dass diese Art der Cholesterinsenkung auch zu weniger koronaren Herzkrankheiten führt. Anders als bei Medikamenten, bei denen nicht nur Wirkung, sondern auch dieser tatsächliche Nutzen nachgewiesen wurde. Deswegen sind sich Experten einig: Wer krank ist, sollte zum Arzt gehen, seine Lebensweise umstellen und gegebenenfalls Medikamente einnehmen. Und nicht aus einem Bauchgefühl heraus mit Pflanzensterinen an seinen Blutwerten herumregulieren. Für Gesunde ist das ohnehin überflüssig.

Hinzu kommt, dass einige Studien auf gesundheitliche Risiken von Pflanzensterinen hinweisen. Vielleicht verursachen sie nämlich auf ähnlichem Wege das, was sie eigentlich verhindern sollen – Ablagerungen in Gefäßen und damit eine erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten. Solange diese Produkte offiziell Lebensmittel und keine Medikamente sind, muss das nicht umfassend erforscht werden. Deswegen fordert foodwatch den unmittelbaren Verkaufsstopp dieser „Lebensmittel“ im Supermarkt!

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Nahrungsmittelkonzern Unilever wegen dessen Aussagen zu der angeblich den Cholesterinspiegel senkenden Margarine Becel Pro.Activ verklagt.

Foodwatch habe beim Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage gegen Unilever eingereicht, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit. Die Klage richtet sich gegen die unter Berufung auf Fachleute getroffene Aussage des Konzerns, dass es bei der Margarine "aus wissenschaftlicher Sicht keinen Hinweis" auf Nebenwirkungen gebe.

 

Quellen: www.abgespeist.de

Bild: www.abgespeist.de

leckere Zusätze in Lebensmitteln

Dieses Video zeigt in nur 2 Minuten was wir so alles zum Teil mitessen, ohne es zu wissen. Sehenswert und echt interessant.

Allen einen besinnlichen 4. Advent!

Eines der größten Flops 2011 in Sachen “Fettzellen vernichten”

Heute bekam ich die aktuelle Ausgabe der Firma Weyergans, Rundschreiben 2011

Original Text (mit freundlicher Zustimmung des Autors)

Als größter Flop des Jahres hat sich die so genannte “Kavitation” erwiesen. Von wegen “Fettzellen platzen”, “Zellschrott wird über die Leber verdaut” oder “schnell und dauerhaft ein paar Zentimeter Umfang abnehmen! “

Wer im Physiologieunterricht aufgepasst hat, weiß, dass das so nicht geht. Wir, die Leute von Weyergans future health, hatten bereits vor über zwei Jahren darauf hingewiesen, dass hier Dinge versprochen werden, die so nicht eingehalten werden können. Das gilt für Kavitation und Radiofrequenz gleichermaßen. Würde das Verfahren funktionieren, wäre Weyergans wohl der Erste, der es anbieten würde.

Hinzu kommt: wenn die Wirkung, die in der Werbung und in den Verkaufsgesprächen ausgelobt wurde, tatsächlich so eingetreten wäre, dann wären diese Behandlungen so etwas von invasiv, wie nur etwas invasiv sein kann. Die Anwendungen kämen dann einem unblutigen medizinisch-chirurgischen Eingriff gleich. Und egal ob die Wirkung eintritt oder nicht: alleine durch das Wirkversprechen hat man schon das Terrain des Medizinprodukt und Heilmittel- und Werbegesetzes betreten.

Überall haben wir Sie, unsere geschätzten Kunden und Interessenten an Weyergans in unserem Rundschreiben, E-Mail Newslettern und auf den Seminaren immer wieder hingewiesen und informiert.

Damit haben wir uns nicht nur Freunde gemacht; doch die Dinge haben sich genauso entwickelt, wie wir es vorher gesagt haben: kaum ein Verbraucher ist noch an den Anwendungen interessiert.

Hinzu kommt auch, dass die hohen Preise von über 150 € pro Sitzung schon längst nicht mehr erzielt werden! und wer investiert hat, darf jetzt noch jahrelang die viel zu teuren Leasingraten zahlen. Mittlerweile ist der Markt überschwemmt mit gebraucht Geräten, die niemand mehr haben will!

Weyergans High Care Ag /Gut Boisdorf / 52355 Düren/ Tel.: 02421-96780 / Fax: 02421-967820 / info@weyergans.de / www.weyergans.com

 

Neues aus der Wissenschaft: E-Scan

 Tanja G.-T. fragt: Sehr geehrter Herr Doktor Ziegler, ich hab‘ vor einiger Zeit an einem Polar-Stoffwechsel-Seminar teilgenommen, wo Sie Referent waren. Ich bin Trainerin  und betreue abnehmwillige Damen. Nun hat eine meiner Teilnehmerinnen per E-Scan einen Stoffwechseltest gemacht und das Ergebnis ist doch sehr heftig ausgefallen. Laut diesem Test hat sie nämlich 0% (?) Fettstoffwechsel und 184% Zuckerstoffwechsel. Der Test wurde abends um 19 Uhr durchgeführt, die Dame war vorher 4 Stunden nüchtern. Was ist davon zu halten? Vielen Dank im Voraus.

Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler aus Heppenheim antwortet: Kurz & schmerzlos hier meine Stellungnahme zu Ihrer Anfrage:

 

  • Mittlerweile sind neue Mess-Systeme zur indirekten Kalorimetrie im Markt verfügbar, also Geräte, die mittels Analyse der Atemluft (Spirometrie) und Berechnung des resultierenden sogenannten respiratorischen Quotienten das Stoffwechselgeschehen im Körper analysieren. Wissenschaftlich besteht mittlerweile Einigkeit, dass nur die Bestimmung des Ruhe-Energieumsatzes verwertbare Resultate liefert, da im Belastungsstoffwechsel nicht standardisierbare Variable die Höhe der Kohlendioxid-Abgabe über die Atemluft verfälschen können. Im Rahmen einer aktuell veröffentlichten evaluierten Vergleichsstudie verschiedener  Spirometrie-Systeme erbrachte das System E-Scan sehr valide Werte in der Reproduktion, wobei allerdings Mess-Systeme mit Gesichtsmaske einen höheren Messkomfort aufweisen im Vgl. zu Systemen mit Mundstück und Nasenklammer. 
  • Ich würde daher betreffende Dame zunächst einmal beruhigen und sachlich mit ihr folgende wichtige Stoffwechsel-bezogene Zusammenhänge durchgehen:
  1. Sofern keine angeborenen Stoffwechselstörungen vorliegen, verfügt jeder Erdenbürger über einen Energiestoffwechsel, der je nach Stoffwechsel-Trainiertheit  unterschiedlich ausgeprägt auf Kohlenhydrate und Fette zurückgreift. Aus genetischen Gründen versucht unser Körper generell die begrenzten Kohlenhydrat-Depots in Leber und Muskulatur zu schonen, so gut es irgendwie geht. Und das aus zweierlei Gründen: Der Leber-Zucker dient zur lebenswichtigen Blutzucker-Konstanz, der Muskelzucker zur Bewältigung von Maximalleistungen. Selbst ein untrainierter Kandidat verfügt daher über einen zumindest leidlich funktionierenden Fettstoffwechsel. Entsprechend lässt hier das individuelle Vermögen, pro Zeiteinheit ein möglichst großes Fettsäure-Quantums zur Schonung der Zuckerdepots in der Muskulatur zu verstoffwechseln, zu wünschen übrig.
  2. Die wichtigsten wissenschaftlich gesicherten Maßnahmen, dem Fettstoffwechsel Beine zu machen, betreffen daher:
  • Konsequent zurückhaltender Verzehr von Kohlenhydraten mit hohem Glukose- (Stärke)- und Fruktose-Gehalt (Getreide, Brot, Müsli, Gebäck, Reis, Nudeln, Mais, künstlich angereicherte Fruchtsäfte, Trockenfrüchte etc.), zumindest bis der Fettstoffwechsel effektiv am Laufen ist,
  • Speziell zur Abendmahlzeit keine Stärke-haltigen Kohlenhydrate
  • Verzicht auf konzentrierte tierische Produkte (Wurst, Speck, Käse), um so die Zufuhr an gesättigten Fettsäuren zu reduzieren),
  • Möglichst auf 2 Hauptmahlzeiten pro Tag beschränken, um über den langen Ess-Ess-Abstand die Insulinausschüttung und seine hormonelle Blockade des Fettstoffwechsels zu limitieren,
  • Tägliches Kraft-Ausdauer-Bewegungsprogramm (Dauer vor Intensität) kombiniert mit regelmäßigen ruhigen Nüchtern-Aktivitäten (Walking, Jogging, Nordic Walking) am Morgen vor der ersten Mahlzeit.

 

  1. Über diese Programm wird es unweigerlich zu einer verbesserten Aktivität und Funktionalität des Fettstoffwechsels im Energiestoffwechsel kommen, was dann an folgenden aussagekräftigen Parametern auch nachvollziehbar wird:
  • Abfall des Morgenpulses (gemessen morgens, gleich nach dem Aufwachen, im Liegen),
  • Abnahme des Bauchumfangs und des Körperfetts,
  • Reduzierte Infektanfälligkeit,
  • subjektiv erlebte Zunahme von Vitalität, Leistungsfähigkeit und emotionaler Power,
  • Normalisierung der Stoffwechsel-Parameter im Blutplasma (Blutzucker, Triglyzeride, HDL & LDL),
  • frühestens 6 Wochen nach Beginn dieses komplexen Umstellungsprogramms macht es dann auch Sinn, mittels E-Scan nochmals die aktuell erreichte Stoffwechsel-Proportion (wie viel Kohlenhydrat-Umsatz, wie viel Fettsäure-Umsatz) zu quantifizieren.

 

 

Ja, dann frisch ans Werk, denn es lohnt sich wirklich!

Ihr

Dr. med. Rudolf Ziegler
Anästhesist, Sport- & Ernährungsmedizin
Paul-Geheeb-Str. 9
64646 Heppenheim
Fon:    06252 – 7 71 21
Fax:    06252 – 78 75 13
www.sportdoctor-ziegler.de

Mit freundlicher Genehmigung eines guten Freundes, dem Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler

Cornflakes & Co ==> Mehr Schein als Sein

Ernährungsphysiologische Bewertung von Frühstückscerealien

von Petra Lehner

Das Angebot an speziellen Frühstückscerealien wird immer vielfältiger und gemeinhin gelten Cornflakes & Co auch als „gesündere“ Alternative zu Buttersemmel und Schinkenbrot. Vor allem Kinder mögen diese Frühstücksvariante – sie bieten Knuspergenuss, teils bunte, teils schokoladige Verziehrungen und nicht selten noch eine kindgerechte Überraschung (Spielzeugbeigaben, Beigaben zum sammeln etc). Erwachsene glauben an das Gute in den Flocken in Form von zugesetzten Vitaminen und/oder Mineralien – Werbeslogans und Fitnessbilder auf den übergroßen Verpackungen tut hierzu das ihrige – und übersehen dabei häufig, dass die meisten der Produkte äußerst zuckerreich sind, und viele – überraschenderweise, weil man bei Frühstücksflocken nicht damit rechnet – auch zu salzig. Die AK hat daher 15 Produkte eingekauft und anhand deren Kennzeichnung bewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd: – Keines der Produkte ist – als regelmäßiger Frühstücksbestandteil – wirklich empfehlenswert

- 80% sind zu süß

- 67% sind zu salzig

- 33% sind unbefriedigend gekennzeichnet

– die Zucker- und Salzmenge ist nicht angegeben

- Alle bis auf eines sind willkürlich und jedenfalls unnötig mit Vitaminen angereichert

- 40% werden gesundheitsbezogen beworben.

Dies wäre nach der EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel („Claims-VO“) (1) nicht zulässig.

- Alle werden nährwertbezogen beworben, obwohl jedes zweite Produkt sowohl zu süß als auch zu salzig ist. Dies wäre nach der EU-Claims-Verordnung verboten² (vorausgesetzt die dann eu-weit einzuführenden Nährwertprofile weichen nicht maßgeblich von Leitlinien der britischen Food Standards Agency ab, die in dieser Erhebung als Referenz verwendet wurden).

- Im Vergleich zu einem „normalen“ Frühstück – angenommen wurde ein Butterbrot – bieten die Produkte keine Vorteile, im Gegenteil, das Butterbrot ist den süßen Flocken sogar überlegen, vor allem auch preislich, die Flakes kosten pro Portion mindestens das doppelte.

- 47% enthalten Zugaben (71% davon sind Zugaben, die vor allem Kinder ansprechen)

- Die Packerl sind überdimensioniert – große Kartons umhüllen weit kleinere Sackerl mit dem Produkt – viel Lärm um viel Luft. 1 Die Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel – gemeinhin „Claims-Verordnung“ genannt – ist bereits ausverhandelt und wird demnächst den EU-Gesundheitsministerrat passieren. Nach Veröffentlichung müssen binnen zwei Jahren Nährwertprofile festgelegt werden für Produkte, die nährwert- oder gesundheitsbezogen beworben werden dürfen. Gesundheitswerbung ist dann nur noch für Produkte mir einer bestimmten Mindest-Ernährungsqualität möglich (nicht zu fett, nicht zu süß, nicht zu salzig). 2 Die Zulässigkeit von nährwertbezogene Angaben wie zB „mit wertvollen Vitaminen“ ist lt Claims-VO ebenfalls vom Nährwertprofil abhängig, wenn aber nur ein Nährstoff zu üppig vorkommt, dürfen solche Angaben trotzdem gemacht werden, wenn gleichzeitig auf den hohen Gehalt an Zucker, Fett oder Salz hingewiesen wird. Quintessenz: Frühstückscerealien sind nicht die gesunde Frühstücksalternative, als die gerne dargestellt werden. Sie sind zuckerreich und „belasten“ das Zuckerkonto bereits am morgen gewaltig, sodass für den Rest des Tages nicht mehr viel Spielraum bleibt – vor allem für Kinder, für die viele der Produkte aber gedacht sind, weil kindgerecht verpackt und beworben. Regelmäßig genossen gewöhnt sich das Kind an Süßes zum Frühstück und was Hänschen lernte, verlernt Hans nur schwer. Auch der hohe Salzgehalt ist äußerst ungünstig und bei einem Produkt wie Frühstücksflocken jedenfalls überraschend. Die Vitaminisierung macht diese negativen Eigenschaften nicht wett und ist dazu noch eher verkaufs- denn bedarfsorientiert – es werden vor allem Vitamine zugesetzt, mit denen wir ohnedies ausreichend versorgt sind.

Quelle:

Arbeiterkammer Wien Abteilung Konsumentenpolitik Prinz-Eugen-Straße 20-22 A-1041 Wien Tel: ++43-1-501 65/2144 DW Fax: ++43-1-501 65/2693 DW Internet: www.ak-konsumentenschutz.at E-Mail: konsumentenpolitik@akwien.at

Quelle Bild:

http://www.abgespeist.de/fitness_fruits/e6101/e6103/index_ger.html

 

Wer den ganzen 20seitigen Bericht lesen möchte:

http://www.arbeiterkammer.com/bilder/d43/cornflakes2006.pdf

Anti-Pilzmittel zum Mitessen: Saint Albray Klosterkäse von Bongrain

Zutaten: Halbfester Schnittkäse aus pasteurisierter Kuhmilch, 50% Fett i. Tr. Weitere Zutaten: Konservierungsstoffe: Lysozym (aus Ei), Natamycin; Farbstoff: Annato Nährwerte pro 100g: 336kcal/1393kJ | Eiweiß 21g | Kohlenhydrate 0g | Fett 28g Der Schwindel: „Entdecken Sie Saint Albray Klosterkäse, der heute wie damals in aller Ruhe in unseren Käsekellern reift und dabei seinen aromatisch-cremigen Geschmack entfaltet.“, so die Verpackung. Prominent auf der Vorderseite verspricht der Hersteller Bongrain außerdem: „mit essbarer Rinde“. Die Wahrheit: Als Konservierungsstoff kommt beim vermeintlichen Klosterkäse das Anti-Pilzmittel Natamycin zum Einsatz. Für Natamycin behandelten Käse empfiehlt das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Rinde vor Verzehr zu entfernen. „Dadurch wird der Gefahr entgegengewirkt, dass der Verbraucher unbeabsichtigt kleine Mengen von Natamycin aufnimmt, wodurch (…) Resistenzen auftreten können“, urteilt das BfR. Das ebenfalls staatliche Max Rubner-Institut schließt sich der Einschätzung an: „[Natamycin] behandelte Rinde nicht mitessen.“ Bongrain scheint das jedoch nicht im Geringsten zu interessieren, denn der Konzern lobt trotzdem gezielt die vermeintlich „essbare Rinde“ aus. Bongrain, der vermeintliche Qualitätshersteller von Marken wie Géramont, Fol Epi oder in diesem Fall Saint Albray, setzt Verbraucher damit bewusst gesundheitlichen Risiken aus – unverantwortlich. Der Hintergrund: Natamycin ist eine antibiotisch wirkende Substanz, die in der Medizin als Mittel gegen z.B. Darmpilzinfektionen eingesetzt wird. In der industriellen Käseproduktion senkt es die Kosten für den Hersteller: Natamycin ersetzt Personal, das den Käse während der Reifung pflegt und vor Schimmel bewahrt. Das Fazit: Was Bongrain hier als angeblich hochwertigen und traditionellen „Klosterkäse“ verkaufen will, ist in Wahrheit offenbar Durchschnitts-Industrieware. Schlimmer noch: Die angeblich „essbare“ Rinde sollte keinesfalls verzehrt werden, wie es der Konzern auf der Verpackungsvorderseite auslobt. Da sind sich die staatlichen Bundesinstitute einig. Quellen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme vom 9. September 2003 (http://www.bfr.bund.de/cm/343/natamycin_als__lebensmittelzusatzstoff.pdf) Seite 1: „Zusätzlich empfiehlt das BfR, die Verbraucher aus Gründen der Vorsorge darauf hinzuweisen, bei mit Natamycin behandelten Produkten wie Käse vor dem Verzehr die Rinde (…) bis zu einer Tiefe von ca. 5 Millimetern zu entfernen. Dadurch wird der Gefahr entgegengewirkt, dass der Verbraucher unbeabsichtigt kleine Mengen von Natamycin aufnimmt, wodurch die Mikroflora des Darmtraktes beeinflusst werden kann bzw. Resistenzen auftreten können.“ Seite 3: „Ebenso fraglich ist, ob die Verbraucher wissen, dass 5 mm einer mit Natamycin behandelten Käserinde entfernt werden sollten. Das BfR empfiehlt deshalb sicherzustellen, dass diesen Bedenken Rechnung getragen ist.“ Max Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, schriftliche Auskunft vom 21. September 2011 „Natamycin (E235) wird als Antibiotikum gegen Schimmel bei Hartkäse, Schnittkäse und halbfestem Schnittkäse eingesetzt. Die Empfehlung des BfR können die Kollegen des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch am Max Rubner-Institut, Standort Kiel, unterstützen – das heißt, den Hinweis ‚Oberfläche mit Natamycin behandelt‘ sollte man beachten und so behandelte Rinde nicht mitessen.“ DART Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie der Bundesregierung, Bundesministerium für Gesundheit im April 2011 (http://www.bmg.bund.de/uploads/publications/Deutsche_Antibiotika_Resistenzstrategi e_DART_110331_02.pdf) Seite 54: „Die Gehalte an Natamycin dürfen dabei 1mg/dm2 Oberfläche nicht überschreiten und der Stoff 5 mm unter der Oberfläche nicht nachweisbar sein.“ Beschweren Sie sich beim Hersteller! Quelle: www.abgespeist.de Bildquelle: www.abgespeist.de